Man nehme und gehe dabei nach dem Prinzip “um so mehr, desto besser” vor: einen berühmten Namen, diverseste Versatzstücke aus allen möglichen und unmöglichen Bereichen, Filmen und Märchen (am besten mit irgendeinem Wiedererkennungswert), versetze das mit einem gut gerüttelt Maß an lauem Slapstik-Humor und köchel das auf mittlerer Flamme mit zwei Tonnen Hochglanzlack.
Aufgekratzt nicht recht schlafend könnend (s.u.), gönnte ich mir einen Film, für den ich mir selber seit meiner Tristan-Arbeit den Mund wässrig machte: “Brothers Grimm”. Immerhin sind die beiden ja die Väter der germanistischen (Feld-)Forschung, und ihre Wörterbücher (z.B. im Netz: Grimms Wörterbuch) nach wie vor Standartwerke. Von der Berühmtheit der von ihnen gesammelten Märchen zu schweigen. Sie zu gewitzten Trickbetrügern in einer an “Shrek” erinnernden Märchenfigur-Party umzugestalten, und das ganze ohne irgendeine erkennbar sinnvolle Story, war schon ein wenig enttäuschend.
Eine wirkliche Verschwendung von zum Teil wirklich atemberaubend schönen Bildern. Und eine frustrierende Vorstellung, daß wir irgendwann unsere Märchen nur noch in der “hohoho”-Fassung Hollywoods kennen. (@KatharinaT: nun wahrlich, ich kann mich kaum mit Jacob identifizieren. Der hat mehr Haar als ich.)