
Ich weiß nicht, wann es war. Es spielt auch keine Rolle. Letzthin zählt nur das Muster, und das ist sowohl alt wie auch dafür verantwortlich, daß ich mir nicht nur irgendwann 1997 als Computer-Verächter einen Rechner kaufte, irgendwann begann, HTML zu schreiben und Buchsatz am Rechner zu machen, sondern auch dafür, daß hier ein WebLog entsteht.
Das Muster heißt Jens, es verfolgt mich effektiv seit 16 Jahren und ist seines Zeichens nicht nur mein Kompagnon und bester Freund, sondern darüber hinaus Verfechter der virtuellen Realität, mit der er mich stets aufs Neue trotz größter innerer Widerstände und mittels meiner schrecklichen Neugier infiziert.
Irgendwann also begann er mir von dem Phänomen WebLog zu erzählen und wie praktisch dies für mich wäre, wo ich doch ständig in der Weltgeschichte herumwusele, meine Leute kaum je wissen, wo ich grad bin, was mir so widerfuhr (sofern ich es erzählen würde) und auf diese Weise alle glücklich wären… zugegebenermaßen waren es auch zwei andere seiner wie üblich schrecklich eloquenten Argumente: zum einen, daß ich das WebLog mit den Neuigkeiten auf der Autorenseite kreuzen könnte, um ein erhebliche Arbeitserleichterung zu züchten.
Zum anderen, daß ich eine ganz bestimmte Art von Senf loswerden kann, der auch das beständige Vernichten, Verlegen und irgendwo am falschen Ort Deponieren überlebt und aus dem früher oder später nach diversen Verpuppungen und Häutungen eine Geschichte entsteht.
Jenser erklärte mir auch, daß es “zum guten Ton” gehöre, regelmäßig zu “bloggen”. Es wird sich zeigen, wie sich das hier entwickelt.