Mein Kompagnon und ältester Freund im Sinne der Bekanntschaftslänge1 ist nicht nur Programmierer, sondern auch – nicht unbedingt weitab liegend – ein interessierter Spieler diverser Comptergames. Neben vieler Gemeinsamkeiten im Wesen und Denken erzeugt das letzthin doch eine nicht geringe Anzahl von Diversitäten, über die wir immerhin mehr als anderthalb Jahrzehnte diskutieren.2
Die Diskrepanz zwischen der Befürwortung und Ablehnung von Virtuellen Realitäten jeglicher Art ist dabei eines der Themen.
Wie dem auch sei, Jens hat in seinem Blog heute Morgen einen Post eingestellt, der eine Art Psychotest für Online- und Netzwerk-Spieler ist. Auf die Versicherung hin, daß dies auch ohne Kenntnis virtueller Welten sinnvoll ist, machte ich ihn.
Das Ergebnis war

Based on your answers, you are SEKA.
Breakdown:
Achiever 6.67%,
Explorer 80.00%,
Killer 26.67%,
Socializer 86.67%
SEKA players are usually very interested in the the ‘total experience’ of a virtual world–meeting other people and finding the unique places within it. They don’t care much for PVP or levelling, but meeting up with online friends to see new parts of the world is usually fun and exciting.

Abgesehen davon, daß ich relativ selten in die Lage komme, jemanden töten zu müssen oder zu wollen, verrät mir das durchaus nicht gerade viel neues. Vor allem erinnert es mich an einen dieser vielen esotherisch angehauchten Psychotests, wie sie die Liebhaber von Wasserverquirlungsgeräten ungemein lieben, und die ich aufgrund ihrer Symbolik durchaus auch interessant sind. (Wer unbedingt will: Tibatiantest.pps)
Den Teil, den ich hier meine:

Schreibe die folgenden Tiere genau in der Reihenfolge auf, wie du sie magst: Kuh, Tiger, Schaf, Pferd, Schwein.3

——–
1 Streng genommen müßte ich das Loduvika nennen, aber ich bin mir sicher, ob das fair ist.
2 Sofern man der seltsamen Ansicht ist, in Diskussionen müsse es Gewinner geben (die nur Menschen haben, die noch an die einzig wahre Wahrheit glauben oder noch nicht verstanden haben, wie Rethorik funktioniert), könnte man hier nicht wirklich entscheiden, wer „gewonnen“ hätte – immerhin brachte Jens mich dahin, die praktischen Rechnerkenntnisse zu erwerben, die ich jetzt nicht mehr missen wollte, arbeite ich doch tagtäglich mit ihnen und haben sie mich doch zu einer Koriphähe im Bereich aufwendigen Buchsatzes, Textverarbeitung und ein bißchen Webdesign gemacht.

3 Das zeigt dir deine Prioritäten im Leben: Kuh symbolisiert KARRIERE | Tiger symbolisiert STOLZ | Schaf symbolisiert LIEBE | Pferd symbolisiert FAMILIE | Schwein symbolisiert GELD | Richtig, ich bin ein TSPKS! Unter der Voraussetzung, daß H.C.Jung nicht falsch liegt, ist das genauso oder genausowenig brauchbar wie der Gamertest :-D .

Kommentare:

Jens | 14.06.2007 | 11:18

Wie in meinem zweiten Eintrag zu dem Thema angedeutet, ist der Test durchaus sinnvoll, insbesondere fuer Spieleentwickler.

Der test laesst sich auch bedingt auf’s Leben uebertragen, da er Entscheidungstendenzen in hypothetischen Situationen abtestet und auswertet. Der Test mit den Tieren ist jedoch voellig unbrauchbar allein deswegen, weil nicht jeder Mensch das gleiche mit den jeweiligen Tieren assoziiert. Ich wuerde ein Schwein niemals mit Geld assoziieren, sondern mit Dreck und Intelligenz. Tiger mit Gefahr, Kuehe mit der Ausbeutung sogenannter „Nutztiere“ (ein Unwort, in meinem Woerterbuch).

Norman: [Hehe, das finde ich ja gerade so interessant, nämlich, daß so sehr der Tiertest in der Tat albern ist, er doch soweit funktioniert, daß ich mit den Ergebnissen durchaus identifizieren konnte. Wie das Rauchenaufhören ebenso zeigte wie diverse andere, mehr menschnliche Ereignisse, ist der Stolz in der Tat dasjenige, das in der letzten Instanz kein aber duldet und unverletzlich und unverbrüchlich ist, auch wenn ich es weniger „Stolz“ sondern „Recht auf Würde“ nennen würde. Der steht im Notfall auch über Liebe und Familie. Im böswilligen Falle würde ich mich eher für Partnerin als die Forderungen der Familie entscheiden. Meine Familie ist definitiv wichtiger als „Karriere“ (verstanden als Höhe von Qualität und Dichte im Schriftstellerischen und Verbreitung, nicht als maximale Geldscheffelung). Und ganz am Ende, in der Tat, sofern es nicht meinen geforderten Lebensstandart (der, wie Du weißt, nur wenig fordert) gefährdet, das liebe Geld, das nur Zweck, niemals Ziel ist.
Diese Dinge sind erwiesen, da alle diese Entscheidungen schon mehrfach gewesen sind und keinen anderen Weg offenließen.
Interessant ist, daß der Gamer-Test in der Tat sehr ähnliche Ergebnisse ausspukte... und genauso undetailiert und wenig brauchbar ist. Das einzige, was es effektiv bringt, ist, daß ich ein Kürzel oder auch Symbol draus gewinne, das Eingeweihten eine schnelle Zusammenfassung bringt. Ob das nun ein „Tigermann“ ist oder ein SEAK, bzw. SEKA, ist dabei gleichgültig....]


SEKA?