Bevor eben jener Punkt, welcher den exakten Moment der (theoretischen) Tag und Nacht-Gleiche ausmacht, vorüber rutscht, noch eine Bemerkung am Rande.

Es gibt für für Schriftsteller wie auch für jene, die sich “normale Menschen” schimpfen, ganz offensichtlich etwas, das ich gerne den 2/3-Punkt nennen möchte. Ich kenne ihn nicht nur von nahezu einer jeden Novelle, von jedem Roman oder sogar von jeder (!) Kurzgeschichte, sondern durchaus auch von Dingen1 wie dem Studium, dem Abitur oder was weiß ich was noch. Es ist der Moment des Zweifelns in Bezug auf das, was im gegebenen Moment das Wichtigste im Leben ist2.

Tatsächlich durchlebte ich gestrigen Tages selbigen in Bezug auf “Krimi-Dinner”, und auch die Bestätigung, daß die (Buch?)-Premiere im November in der “Glocke” zu Hennef stattfindet, also in sehr gehobenem und dem Dinner angemessenem Ambiente, konnte am 2/3-Punkt nichts rütteln.

Es gibt bei solchen Dingen nur eines, was rütteln kann. Nämlich: Freunde.

Gestern Nacht hielt ich eine Art private Marathon-Lesung mit dem Text, soweit er steht. In Innersten – wie bei jeder Story, jaja, – von Zweifeln zerfressen flüchtete ich in die Arme jener Familie, welche mein bevorzugte(ste)s Testobjekt geworden ist in den letzten vier Jahren. Ich kann nicht genau sagen, wie lange diese überaus private Lesung gedauert hat. Der Beginn muß um spätestens 22:30 gelegen haben, als I* ins Bett ging. Um recht genau 3:15 war ich definitiv fertig, da ich da eine Begegnung der 23. Art auf der A3 Höhe Ölberg hatte – welche selbige, wie mir heute berichtete wurde, zu einem zeitgleichen Alptraum 475km weiter östlich führte.

Wichtig in diesem Kontext ist vielleicht nur zu erwähnen, daß die Story offenbar mehr als nur überzeugte. Zu meiner eigenen Verwunderung, aber die ist am 2/3-Punkt eine Geschichte für sich. Ein weiterer Punkt, den ich interessant finde, ist, daß meine Theoreme bezüglich des Unterschiedes zwischen Manuscript und am Rechner geschriebenen Text offenbar korrekt sind. Ich kann an dieser Stelle nur die gemeinschaftliche Beurteilung von K*, C* und Ka* wiedergeben, welche auf den Punkt bringen, daß dies meinem Stil etwas geraubt hat, das längst hätte mit einem Flammenwerfer ausgemerzt werden sollen, nämlich eine gewisse Über-Geschliffenheit.

Jedenfalls eine wunderbare Bestätigung im Augenblick des größten Zweifels. Unterstützt späterhin von einem geradezu andersweltlichen Nebel. Aber auch das ist dem Datum angemessen…


  1. Dingen? []
  2. inwiefern ein solch polemischer Ansatz auch auf Beziehungen anzuwenden ist, sei dahin gestellt – im nachhinein könnte das sogar hinkommen, allein in derselbigen kann man – im Gegensatz zu Geschichten – kaum ausmachen, wann “2/3″ erreicht sind… []

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Nächtliche Lesung; Nebel und die Sache mit dem 2/3-Loch