Die “Ansichten eines Aktmodells” begonnen, die Konstruktion steht und es wird wohl eine der interessantesten Geschichten werden, die ich je in Angriff genommen habe – sie enthält so ziemlich alles, was ich je an stilistischen und erzählerischen Mitteln anwandte, nur in einer Geschichte. Sie wird zugleich eine Sammlung von 12 Stories1 sein, die zwischen 8 und 25 Minuten Vortragszeit haben und komplett für sich stehen können, wie auch eine wunderbare, verträumte Novelle, die in ihrer Gesamtheit als ein Gewachsenes vor dem Leser steht.

Ich denke, der “Damm” gegen den “Stift” ist gebaut, und der Rückstau der Konzentration funktioniert. Und daß er funktioniert, hat eine ganz eigene Erleichterung erzeugt, ein Schweben im Getragensein, und plötzlich ist alles da, nicht nur die magische Flöte, die sich nach 5 Jahren Dunkelheit entschlossen hat, mit Licht und sanften Tönen zu mir zurückzufinden. Mein “Arbeitsurlaub” hat wieder begonnen, jener selige Zustand, den ich eine Zeitlang verloren glaubte und der im Grunde der Zustand meines Lebens ist. Es gehört so wenig dazu, und doch so unendlich viel. Ein wunderbares Schachspiel mit gutem Freund mit noch mehr guten Freunden drumherum an einem so wunderbaren Ort wie der Gammersbacher Mühle, nachdem man – fast wieder kleine Junge (oder doch jagende Mannsbilder?) – gemeinsam hat Pfeile fliegen lassen, umschwärmt vom vor Lebenslust platzendem Nachwuchs, Fachgesimpel über Kunst, Literatur, Spiritualität und natürlich Bogenbau … danach Grillen bei Freunden, Spontanjamsession an Klarinette und Nâhtegal-Flöte. Ja, in der Tat, das Leben beschenkt!

2010-04-24_schiesstand


  1. die Zahl kann sich noch verändern, im aktuellen Konstrukt passen die numerologischen Bezüge nur so wunderbar, wobei es auch 7 sein könnten. Das hängt von der effektiven Länge der Stories ab, da sie sich exakt in viermal fünfundvierzig Minuten einpassen müssen []

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Vita Nova