Von Norman Liebold geschrieben am: 14.06.2010 unter AutorenGefasel, NähKästchen, ThesbisKarren
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Als ich heute am frühen Nachmittag meinen treuen Rosinante bestieg und von der Akademie am Hanfbachtal entlang den steilen Berg zu meiner Wohnschnecke emportrabte und der Ölberg, der alte Knabe, über den Wäldern und Feldern sein Haupt gutmütig zu mir hinüber neigte, machte ich eine ganz erstaunliche Entdeckung. Ich hielt und kramte meinen Terminkalender heraus. Und – oh unglaubliches Wunder! – er erzeigt sich für die sommerlichen Gefilde (genauer: ab morgen Abend), zumindest gemessen an den letzten Monaten, eine geradezu juncvrouwlihe Weisse. Mir entfuhr eine Art ronjaischer Jubelschrei. Es wäre gelogen zu sagen, daß es gänzlich überraschend käme, denn natürlich habe ich recht viel dafür getan, dass denn dieses so sei, denn ich habe einiges vor. Dergestalt, daß ich vor Vorfreude bereits ein breites Grinsen im Gesicht trage. Das Abschütteln der Flöhe in meinem Pelze, die sich lautstark darüber streiten, wem von ihnen denn dieser Pelz denn nun gehöre, hat mit der Niederschrift des “Euthanatus” und vor allem seiner – man kann es nicht anders nennen – furiosen Premiere Samstag Nacht mit Maxim, Tom, mir selbst und meiner geliebten Klarinette die Abschlussphase erreicht. Der Wolf in meiner Brust grummelt und schnurrt und ist sehr entspannt, und die Schreibfeder juckt und zuckt ebenso wie die Zeichenfeder. Ich freue mich auf einen Sommer mit leichtem Wandergepäck, den ich, einem alten Wunsche folgend, jetzt endlich in den Gefilden der Sieben Berge verbringen werde. Es wird zwar keine regelrechte Sommerpause in Bezug auf Vorstellungen geben, aber ich fahre den Hauptbetrieb ein gutes Stück herunter, von kleineren Vorstellungen (Nettersheim, Köln, Bonn und hier und da in kleinerer Runde, um die Vollendung einer Geschichte zu feiern) einmal abgesehen. Mein leichtes Gepäck besteht aus einem Zeichenblock, meinen Schreib- und Zeichengeräten, einem Stapel Notizbücher und meinen zwei Begleitern, der pentatonischen Flöte und der Klarinette. Für letztere baue ich mit Landi Graywolf jetzt einen neuen Koffer, der sie in ganzer Länge aufnehmen kann und an den Rucksack geschnallt werden kann. Und für Nervsäcke, Nörgler und notorische Drängler habe ich noch meinen 35-Pfund-Jagdbogen dabei. Nicht im Gepäck ist der Computer, noch nicht einmal das Netbook. Hier schon einmal eine kleine Vorausschau. Ab Mitte August geht SIEBENKUNST an den Start. Meine Wenigkeit hat eine kleine Armada zusammen getrommelt, die ähnlich tickt wie ich. Vernünftig, wie ich finde, man könnte sagen beornesk. Verrückt, wie andere finden mögen. Bildhauer (I), Goldschmiede (II), Grafiker (III), Maler (IV), Musiker (V), Schriftsteller (VI) und Kunsthandwerker (VII). Stein, Licht, Wort und Klang war ein voller Erfolg, die nächsten Projekte, u.a. mit dem Rheinischen Landesmuseum, laufen gerade an. Ich halte auf dem Laufenden. Anfang Julai geht www.siebenkunst.com online. Ich selbst sitze gerade an “Ansichten eines Aktmodells” – “Euthanatus” ist die erste Story aus dem Roman. Die zweite, Arbeitstitel “Maxims Grossvater” ist in der Schreibphase. Spontane Geschichtenvollendungs-Lesungen werden über den Sommer hin kommen, ich informiere, wann und wo – oder schickt eine Mail, daß ich Euch in den Newsletter aufnehme. Die Künstler haben bereits begonnen, an der aufwendigen Illustrierung zu arbeiten, denn das Buch, das Anfang September mit einer grossen Ausstellung erscheinen wird, ist ein Kunst-Projekt mit 12 verschiedenen Illustratoren. Nach den Ansichten darf man sich auf den “Stift” freuen, den ich auch schon seit 2006 in der Mache habe. Eine sehr kuriose Liebesgeschichte, die dritte des Künstler-Zyklusses (Beorn, Ansichten eines Aktmodells, Der Stift) und ein bitterböser Krimi obendrein, wenngleich diesesmal kein Siebengebirgskrimi (zumindest nicht direkt), sondern in der alten Heimat spielend. (Möglicherweise kommt der auch schon im September). Im Winter dann endlich mein “Zeitenquell”, unter den ich dann schreiben kann: Entstanden 2003-2011. Vielleicht mein erster Roman, den man “mainstreamtauglich” nennen kann. Das Rheinische Landesmuseum Bonn hilft netterweise bei der Recherche und stellt sich gerne als Handlungsschauplatz für die böse Diebstahlszene zur Verfügung (kicherkicher, die kennen mich wohl noch nicht, ich bin nicht nett, nein, das bin ich nicht). Im Übrigen haben sich die Schauplätze jetzt alle justiert. Ina wird vom Kopf der heisterbacherrotter Ruine stürzen, das magische Artefakt (oder was man dafür hält) bekommt sein Schlüsselloch in den Höhlen unter dem Petersberg, wo Eckehardt, der verrückte Autor, auch seinen Kaktustrip fährt, und auch wenn ich den Maria Laacher See sprengen will, die Auswirkungen würden auch die Vulkane im Siebengebirge zum Bruzeln bringen, so daß der “Zeitenquell” tatsächlich der vierte Siebengebirgskrimi werden wird. Die erste Ausstellung mit meinen Landschaftszeichungen und Photographien wird im September stattfinden. Das Literaturkino Siegburg eröffnet am 25.09. wieder seine Pforten, und es freut mich, daß das älteste und schönste Kino Siegburgs die Lesereihe mit dem Liebold und seiner verrückten Musikerhorde auch dieses Jahr fortsetzen wird. Einer meiner schönsten Lesungsorte. Und natürlich mein absolutes Lieblingskino. Es gibt also viel, um sich drauf zu freuen, und ich schultere jetzt meinen Rucksack, ziehe meine Schuhe aus, greife meinen Jagdbogen und schau mal, welche der Musen zuerst mit dem Waldschrat zu tanzen Lust verspürt, wenn ich ihnen klarinettierend zum Tanz aufspiele. |
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Von Norman Liebold geschrieben am: 13.04.2010 unter AutorenGefasel, NähKästchen, ThesbisKarren
Von Norman Liebold geschrieben am: 29.03.2010 unter ThesbisKarren
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Freitag und Samstag haben die ersten beiden neuen Konstellationen von WortAnKlang ihre Premiere gefeiert: Am Freitag in der Gemeindebücherei in Nettersheim/Eifel mit dem Gitarristen Bernd Gast im “Gläsernen Sarg” und heute in der Lutherkirche mit Maxim Spektor (Caisa, Percussion) und Tom Schmidt (Percussion) in der Lutherkirche Köln Mühlheim mit dem “Kulturgeist”. |
Von Norman Liebold geschrieben am: 25.03.2010 unter ThesbisKarren
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Morgen, Freitag, wird die Wiedergeburt von WortAnKlang mit Bernd Gast begangen. Der Gitarrist und Songwriter gibt mit mir im Haus der Literatur Nettersheim (Eifel) meinen persönlichen Liebling, den “Gläsernen Sarg” und begleitet mit gekonnten Romantikstückchen, wild-verrückten Tassenslide, saftigem Blues und natürlich etlichen seiner Songs Bauer Rowedder auf seinem Feldzug gegen Schäuble und den Überwachungsstaat. Und wenn mein Don Quichotte auf Helden, Nazis und Kontrollfreaks scheißt (das ist wortwörtlich zu verstehen!), gibt es klerikale Hymnen auf der Orgel. Und das ist erst der Anfang, denn eine schöne Idee wechselt die nächste, und die ist dann vielleicht wunderbar … schräg. Sonntag Nachmittag gibt es dann Märchenhaftes auf die Ohren. Maxim Spektor an seiner unglaublichen Caisa, an Percussion und als Stimme des Mehmet wird zusammen mit Tom Schmidt an allem, worauf man klopfen, trommeln und rythmisieren kann dem “Kulturgeist” den Marsch improvisativ blasen. Vom Mund-Schlagzeug ganz zu schweigen. Die Kampfansage an den Song Contest und die Musikindustrie, erotisch-orientalisch mit philosophischen Grinseeinschüben hat dafür auch den dankbarsten Ort gefunden: In der letzten Notkirche Deutschlands, der Lutherkirche in Köln-Mühlheim starten wir um 16:00 Uhr. Ich darf darüber hinaus schon einmal die Meister der akustischen Ambience, MÄÄR, und eine hübsche Geigerin mit percussionierend-gitarresken Bruder ankündigen, die ab Mai hinzu stossen. Ach, und da war auch noc h eine Harfe mit nicht minder hübscher Besetzung … Ich freue mich, Euch zur Wiedergeburt von WortAnKlang begrüssen zu dürfen. |
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Von Norman Liebold geschrieben am: 21.02.2010 unter NähKästchen, ThesbisKarren
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Gestern trabte ich in Köln von Probe zu Probe: Am 26.03., in etwas mehr einem Monat, geht WortAnKlang nach kleiner Pause in neuen Konstellationen an der Start. Den Anfang mache ich mit dem begnadeten und nicht nur vielbesaiteten, sondern auch mit einem ganz erheblichen Repertoire ausgestatteten Gitarristen Bernd Gast (Gläserner Sarg) und dem improvisationsfreudig sympathetischen AlleswaserindieFingerbekommt-Musiker (und Künstler) Maxim Spektor (Der Kulturgeist). Maxim ist links auf den Aufnahmen zu sehen, die ich vorhin von ihm schoß, während er auf seiner Caisa zu meinem “Kulturgeist” spielte – Premiere mit Tom Schmidt an den Udu (Trommelart) am 28.03. in der Kulturkirche Köln-Mühlheim. Premiere mit Bernd Gast am 26.03. in der Bücherei Nettersheim (Eifel). Die Proben haben ausgesprochen viel Freude gemacht – menschlich ebenso sehr wie besonders auch von der Qualität des Zusammenspiels und der entspannten Harmonie des Zusammenfindens von Wort an Klang. In den nächsten Wochen stossen noch weitere Musiker an Harfe, Sas und weiteren Instrumenten zu WortAnKlang, und das Projekt, das ich mit Bernd Vollbach im Herbst 2008 startete und bis Dezember 2009 bundesweit mit viel (Wort)AnKlang und Spielfreude präsentieren durfte, geht gewachsen und verfeinert in diesem Frühjahr auf die Bühnen – ich freue mich schon sehr darauf, besonders – neben den etablierten, schon oft gespielten Shows (Krimifrass, Gläserner Sarg, Kulturgeist, Navigator und Spaltenzungen) – vor allem ab April mit den neuen, vollständig gelesenen Stories aus “Ansichten eines Aktmodells”. Die Hörer dürfen einiges an ungewöhnlichen wie ohrenschmeichelnden Stücken erwarten – besonders, was ich als besonders schön empfinde – mit ausschließlich selbstkomponierten Stücken der jeweiligen Musiker. |
Von Norman Liebold geschrieben am: 12.12.2009 unter NähKästchen, ThesbisKarren
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Gestern Abend las ich das erste Mal in der Lutherkirche Mühlheim und weihte – das Wort bitte nicht wortwörtlich verstehen! – damit die “Literaturkirche” ein, die in Zusammenarbeit mit der Initative “Geistreich – Jugend macht Kirche” ins Leben gerufen wurde. Die Räumlichkeit ist wirklich ein Erlebnis, man fühlt sich ein wenig wie Jonas im Bauch des Wales und die Akustik ist atemberaubend. Ich fragte mich während der Lesung, ob in jedem Schriftsteller mit einem gewissen Sendungsbedürfnis vielleicht ein (kleiner) Prediger steckt, denn zugegebenermaßen war es ein ganz eigenes Gefühl, vor dem Altar zu sitzen und seine eigene Stimme durch das Kirchenschiff hallen zu hören. Auch der Presse schien es sehr zu gefallen, sie blieb, ungewöhnlich für die Vertreter der Zunft bis zur Pause und lauschten andächtig eine dreiviertel Stunde lang, wie Bauer Rowedder sich mit dem Staat anlegt. Besonders freute mich der Zuspruch der jüngeren Jünger der Gemeinde – die Jugendlichen hatten sichtlich Spaß, besonders, wie nicht anders denkbar, bei der Szene, wo sich Rowedder ausgiebig auf dem Heldendenkmal vom Wachtberg erleichtert. Den Prediger haben wir nach der Pause allerdings beiseite getan und sind auf die Empore umgezogen, wo urgemütliche rote Sofas eine wirklich beeindruckende Kuschelecke von bestimmt 8 Metern und 5 Metern Breite Länge bilden. Eine überraus gemütliche Lesung und ein gelungener Einstieg für die neue Bühne in Köln – das nächste Mal darf man die einmalige Atmosphäre am 28.03. geniessen, dann mit einer ganz vorgelesenen Geschichte – dem Kulturgeist -und mit sehr interessanter Musikuntermalung durch die Band von Maxim Spektor. |
Von Norman Liebold geschrieben am: 30.09.2009 unter AutorenGefasel, NähKästchen, ThesbisKarren
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Die umgekehrt exponentiale Kurve, die die Dichte von Blogartikeln auf der Skala der Ereignisdichte abbildet, zeitigt genau dann ihren Höchstgrad an Absurdität, wenn nach erstaunlichen, bewegenden, zerfleischenden, euphorisierenden, romantischen und kreativen Klimata der erste abgesetzte Kommentar an die liebe Leserschaft nicht etwa darüber abgefaßt wird, daß eine Jahrzehnte zählende Freundschaft nach Erkaltungen und nach Dezihunderten Kilometern zählenden Entfernungen wieder eingerenkt wird, die sowohl für mein Schreiben an sich wie auch insbesondere die Geschichte des Veröffentlichens wichtiger ist als wahrscheinlich alle anderen. Oder daß in Bälde die AV-Bücher als I-Phone und Android-eBooks verfügbar sein werden. Oder daß das Hörbuch “Gläserner Sarg” am 08.12. in die Produktionsphase geht in freundschaftlichem Geschwindschritt mit dem Herrn des Kleinen Eisbären. Von diversesten anderen Entwicklungen ganz zu schweigen. Nein, der Beitrag setzt sich in der Tat mit Fetischismus auseinander. In diesem Bezug eine herzliche Empfehlung an Herrn Thiel, meiner Adresse des Vertrauens in Bezug auf meine Schreibgeräte und ihre Befüllung. Justamente erreichte mich die Noodlers Ink Polar Brown, und sie war vielleicht noch mehr als die Bullet Proof Black eine absolute Offenbarung. Wie AnnC* in einem Streitgespräch treffend feststellte, als ich ihr Markenfetischismus vorwarf1, ist es durchaus nicht von der Hand zu weisen, daß mir ein gewisser Fetischismus im Hinblick auf Schreibgeräte und Papiere, bzw. Notizbücher2 eignet. Aber ich möchte doch betonen, daß ich es hochgradig notwendig befinde, etwas zu loben, was circa 14 Jahre frustrierendes und vor allem fruchtloses Suchen endlich beendete. Man muß das vielleicht erklären.3 De facto haben Zeichner4 oftmals ein großes Dielemma: Auf der einen Seite gibt es lichtechte, wasserfeste Tuschen. Sie sind unkomfortabel , da sie Pigmente besitzen, die verklumpen, das ganze zähflüssig machen und im Grunde, trotz “ArtPen” eine angenehme Handhabung im Füller verbieten – die Folge ist der Tod diverser 80-170€-Füller. Auf der anderen Seite das ungemein praktische Handhaben von Tinte: Im Füllfederhalter mit hervorragenden Flußeigenschaften, ideal für schnelle Skizzen ebenso – zumindest theoretisch – für komplette Federzeichnungen. Unglücklicherweise sind die Tinten der Grosshersteller nicht lichtecht, wasserlöslich und chemisch instabil. Allen voran Pelikan, deren Blau keine zwei Tage an der Sonne braucht, um schlichtweg inexistent zu werden.5 Das naheliegenste: Man gebe mir eine Tinte, die lichtecht und wasserfest ist. Ohne grosse Worte zu verlieren … in den letzten zweieinhalb Jahren, in denen ich nach dem postmagistralen6 Endsieg den Faden des Schaffens wieder aufnahm, sammelten sich allein in der Wohnschnecke ein Umzugskarton mit unterschiedlichsten Flaschen, Fläschen, Flakons und stapelweise Papieren an, die belegen, wie unzufrieden ich hier und wie verzweifelt ich da auf der Suche nach einer Endlösung war, was ordentliche Schreibmaterialen angeht. Den kompletten Inhalt diesen Kartons habe ich gestern an glückliche Studenten verteilt, die sich über sauteure Tuschen und Papiere sehr freuten. Was bei mir blieb, waren vor allem zwei nette kleine Fläschchen: Noodlers Ink Black und Noodlers Ink Polar Brown. Bei letzterem habe ich ca. 8 Wochen gespannt gewartet, weil es ausverkauft war, was den einzigen Vertreiber in Deutschland, Herrn Thiel, angeht. Es war für mich eine Offenbarung und die Erfüllung meiner heimlichsten Hoffnungen, daß diese Tinte 100%ig dem Farbton von Sienna Gebrannt entspricht. 100%ig. Es ist mir klar, daß die wenigsten meine Begeisterung wirklich nachvollziehen können. Daher bringt es nichts zu erwähnen, daß mein Geschichtenfüller jetzt endlich statt einem stetigen Grummeln und gerade unterhalb der Hörschwelle vor sich hin geblubberten “Faule Kompromisse, allesamt” jetzt ein katzenhaftes Schnurren von sich gibt, gegen das das Schnurren von Marie7, wenn man ihren Bauch streichelt, schlichtweg harmlos ist. Auch nicht, daß nicht weniger als 25 verschiedene Flaschen mit Tuschen glückliche Endverbraucher gefunden haben, nachdem ich die einzig wahre Flasche gefunden habe. Vielleicht kann man mein inneres Schnurren nachvollziehen, wenn man sich die Manuscripte Leonardos anschaut. Mir reichten meine eigenen von letztem Herbst,8 nur daß ich jetzt weiß, daß mir weder mein Füllfederhalter verstopfen noch die Feder austrocknen wird, wenn ich mehr als acht Sekunden die Federspitze nicht benutze.9 Genau darum schrieb ich diesen Artikel. Zum einen, natürlich, um Noodlers Ink zu rühmen. Andererseits nichtsdestoweniger, um darauf hinzuweisen, daß mein Füller schnurrt.
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Von Norman Liebold geschrieben am: 29.04.2009 unter NähKästchen, ThesbisKarren
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Die einen oder anderen mögen mitbekommen haben, daß ich vor etwa einem Jahr Plände schmiedete, das Schulsystem zu infiltrieren. Und zwar subversiv. In der Tat darf ich verkünden, daß der Virus erfolgreich den Wirt erreicht hat. Es ist, glaube ich, eine perverse Allmachtsvorstellung von Autoren, die sich hier auf kleiner Ebene erfüllt: Daß die Menschen ihre Bücher lesen müssen. In der Tat, ja: Liebold wird zur Lektüre für die Lausbuben. Ich muß das definitiv meinem Deutsch-LK-Lehrer erzählen… obwohl ich natürlich nicht weiß, ob er sich darüber freuen wird, daß der “Navigator” nunmehr zur offiziellen Schullektüre gehöre – oder Angst bekommt… |
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Von Norman Liebold geschrieben am: 22.04.2009 unter ThesbisKarren
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Links kann man nicht etwa ein spätnächtliches Besäufnis in meiner Diogenes-Klause1 sehen, sondern ein Arbeitsabend. (Was sich natürlich nicht ausschließt, wie zugeben werden muß.) Im Moment enstehen die Illustrationen zum “Navigator” durch den Grafiker Björn “The Hoink” Zutt, und mein erster Sience-Fiction seit immerhin 16 Jahren wird zur Walpurgisnacht in neuem Gewand und mit Bildern erscheinen. Aus diesem Anlass hat sich nicht nur die Neue Rheinische Zeitung entschlossen, die Novelle als Folgeroman zu bringen, sondern es gibt eine doch sehr besondere Buchpremiere in Wetzlar. Der Deutsche Gewerkschaftsbund, Attak und die WALI wählten meine Horror-Vision einer Hartz-IV-Welt in den 2030iger Jahren als Vormaiveranstaltung. Und dazu gibt es natürlich Musik von Bernd Vollbach und selbstredend die Ausstellung der Original-Illustrationen von Hoink. Meike Göber ist im Vorfeld durch Wetzlar gestriffen und bereichert den Abend durch eine Multimedia-Show aus Photographien und den Illus.
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Von Norman Liebold geschrieben am: 21.11.2008 unter TextFetzen, ThesbisKarren
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Räusper. Da ich ja grad mal an der Stripp’ häng’ und wir beim herumprobieren das Aufnahmegerät haben mitlaufen hatten, kann ich mal an den Küchentisch in der verschneiten Eifel hineinlauschen lassen. Das sind ein paar Fetzen, die wir ein wenig mt Gitarre aufmotzen, wie man das von Bernd und mir mittlerweile kennt. Experimentierstadium, das H2 einfach mitlaufen gelassen. Es sind Fetzen aus den ersten beiden Kapiteln. Tatsächlich sind das denn auch die ersten Hör/Lese-Proben aus dem Navigator, der Donnerstag rauskommt… (Ich habe gestern Abend das vorletzte Kapitel fertig ausformuliert, und jetzt kommt das Glanzstück mit meinem Diogenes…) viel Spaß damit! Die Schlüssel-Szene mit Kitsch Der Auto-Blues Maggelan-Strasse (Intermezzo zwischen 1. und 2. Kapitel) Der Blitzschlag Zwei etwas heftigere Passagen (3. und 4. Kapitel): Desorientation Angriff der Hartz-IV-er in E-Moll |